Leistungsbeschreibung: SDSL-Standleitung

1. Allgemein

NMMN stellt ihnen eine SDSL-Standleitung auf Mietbasis zur Verfügung. Die Verfügbarkeit ist standortabhängig in 46 deutschen Städten mit Bandbreiten von 2,3 - 20  MBit/s. Es handelt sich um eine Internetanbindung mit fertig konfiguriertem Router, fester IP-Adresse und der Up- und Downstream ist symmetrisch. Die SDSL-Standleitungen beinhalten ein unbeschränktes Datenübertragungsvolumen für die volle Bandbreite der DSL-Verbindung als Flatrate. Es werden feste öffentliche IP-Adressen vergeben. Somit kann auch eine IT-Infrastruktur über das Internet erreicht werden. Verschiedene Protokolle oder Virtuell Private Networks, kurz VPN, sind möglich.

 

2. Leistungspaket


a. Spezifikation
Die SDSL-Standleitung zur Übertragung der Daten wird über Kupfer realisiert. Die Realisierungsmöglichkeit ist abhängig vom Leitungsangebot vor Ort und den benötigten Bandbreiten sowie der Länge des Übertragungswegs. Die Übertragungsbandbreiten bei SDSL liegen je nach Beauftragung zwischen 2,3 MBit/s und 20 MBit/s

  • Leistungsmerkmale, Features bei SDSL
    - Datenübertragungsrate, Bandbreite von 2,3 MBit/s bis zu 20 MBit/s. 
    - Die Transferraten erfolgen symmetrisch. 
    - SDSL ist eine transparente Netzwerkverbindung ohne Zwangstrennung im Gegensatz zu der ADSL-Technik
    - Wahlweise 1 statische NAT- IP- Adresse oder offizielle IP- Adressen
    - BGP Unterstützung für Autonome Systeme
     
  • Optionen bei SDSL
    Gewünschte Optionen, vgl. folgende Auflistung, werden mit ihnen besprochen und sofern technisch umsetzbar nach ihren Wünschen realisiert:
    - Flatrates ins Internet
    - andere Internet-Protokolle
    - Express Entstörung
    - Schaltung von Virtuell Private Networks (VPN)
    - Outsourcing oder Verlagerung ihrer IT-Infrastruktur 
    - Backup-Strategien, z.B. Auslagerung von Backups in andere Rechenzentren
    - zusätzliche IP-Adressen, Vergabe erfolgt nach Richtlinien des RIPE
    - dedizierte Firewall
    - Upgrades der Bandbreite 
    - erweiterte Service Level 
 

b. Technik

  • Hardware
    Ihnen wird für die Bereitstellung des Dienstes einer SDSL-Standleitung eine Hardware in Form eines Endgeräts (CPE) leihweise zur Verfügung gestellt. Bei Defekt im Rahmen der Garantiebedingungen wird zeitnah eine CPE gestellt.
  • Software
    Eine spezielle Software zum Betrieb der Standleitung ist nicht notwendig. Der Kunde muss jedoch eine Infrastruktur vorhalten, um die gewünschten bzw. abgesprochenen Protokolle nutzen zu können.
  • Dienste
    -
  • Backup-Leitungen, Rettungssystem
    Gemeinsam mit Ihnen definieren wir die Anforderungen des Service Level Agreements, welches u.a. mögliche Ausfallzeiten beinhaltet. Hierbei wird ebenfalls die Ausfallzeit definiert, welche als unternehmenskritisch eingestuft wird. Es kann daher sinnvoll sein, eine Backupleitung installieren zu lassen. Diese sollte immer eine andere Übertragungstechnik nutzen und nicht durch die selben Kabelschächte bzw. Hauszuführungen laufen, sog. Zweiwegeführung. So ist z.B. für eine Lichtwellenleiter-Technik eine SDSL-Technik als Backupleitung empfehlenswert. Die Wahl von 2 Standleitungen über SDSL-Technik ist nicht sinnvoll. Beide Leitungen gehen über parallel verlaufende Kupferadern über diverse Verteiler und gleiche Hardware zum Hauptverteiler der Telekom. Die NMMN berät Sie gerne bei der Erstellung von flexiblen Redundanzkonzepten.
  • Betriebssystem

    -
  • Datendurchlaufzeiten
    Die Durchlaufzeiten von Daten durch IT-Netze sind z.B. abhängig von der Entfernung, Anzahl und Güte der eingesetzten aktiven Elemente, usw.

 

c. Weitere Informationen

  • Zugang und Übergabepunkt
    Für die Installation, eventuelle Messungen und ggf. Störungsbeseitigungen benötigen Mitarbeiter oder Beauftragte der NMMN Zugang zu ihren Räumlichkeiten. Als Übergabepunkt der Leistung fungiert die CPE. Über diese Hardware erhält der Kunde Zugang zum Dienst der Standleitung. Die Übergabe erfolgt über RJ45 10/100/1000BaseTX.
  • Einbau und Einbauumgebung
    Voraussetzung der Beauftragung ist die Erlaubnis zur Installation von Anschlussleitungen und das Setzen einer TAE-Dose (Teilnehmer-Anschluss-Einheit) im Rahmen der Dienste der Deutschen Telekom AG. Wenn erwünscht kann nach einer Besichtigung vor Ort ein Angebot für eine Inhouseverkabelung, z.B. in Bürogebäuden, unterbreitet werden. Sollte unvorhergesehener Mehraufwand, wie z.B. der Durchbruch einer Feuerschutzwand, während einer Installation auftreten bzw. realisiert werden, wird der Kunde unmittelbar informiert. Der entstehende Mehraufwand wird dem Kunden dann in Rechnung gestellt. Falls nach Installation der Leitung aufgrund technischer Restriktionen die Anwendung nur eingeschränkt möglich ist, behält sich NMMN das Recht vor, vom Vertrag zurück zu treten. Sie stellen die Housingfläche für die CPE oder eventuell aktiven Elemente der Leitung inkl. Strom ohne Berechnung zur Verfügung. Für den reibungslosen Betrieb der CPE ist für eine Umgebung zu sorgen, die folgende Daten aufweist:
    - Umgebungstemperatur: 0 - +50º C
    - Höhe: bis zu 13.000ft/4000m
    - relative Luftfeuchtigkeit: 5 bis 95%, nicht kondensierend
    - Raumluft: Die Raumluft sollte nicht über das übliche Maß hinaus mit Staub, Rußpartikel, etc. belastet sein. 

  • Maße
    Die CPE kann je nach Ausstattung und Leistungsumfang die Einbaumaße eines 19 Zoll-Racks einnehmen und mehrere Höheneinheiten (HE), 1 HE = 44,45 mm, hoch sein. Wir teilen ihnen die Maße der CPE auf Anfrage gerne mit.
  • Material- Hardwareüberlassung
    Die überlassene Hardware wie z.B. CPE, etc. verbleibt im Eigentum der NMMN und ist nach Beendigung des Vertrags unverzüglich zurückzugeben. Die NMMN hat keine Verpflichtung, die für die SDSL-Standleitung gelegten Kabel nach Vertragsbeendigung zurück zu bauen.
  • Personen
    Für diesen Dienst können spezielle Mitarbeiter seitens der NMMN benannt und eine Geheimhaltungsvereinbarung beschlossen werden.
  • Inbetriebnahme
    Nach erfolgreicher Endabnahme durch einen unserer Techniker wird dem Kunden die Standleitung zur Nutzung übergeben.
  • Datensicherung, Backup
    Die Standleitung kann für Recovery-Strategien genutzt werden, um Daten an einer anderen Stelle in einem Backup-System einzuspielen und bei Bedarf zurückzuspielen. Damit das Backup-System störungsfrei läuft, muß die Bandbreite groß genug sein, um die zu transferierende Datenmenge im gewünschten Zeitintervall übertragen zu können.
  • Traffic-Verbrauch
    Da die SDSL-Standleitungen mit Flatrates betrieben werden, fällt keine zusätzliche Berechnung von Traffic-Kosten an.
  • Die Mindest- und Vertragslaufzeit sowie Kündigungsfristen sind jeweils im Auftrag fixiert. Die Vertragslaufzeit startet immer ab Übergabe an den Kunden nach erfolgreichem Test, vgl. Punkt Inbetriebnahme.
  • Stromversorgung
    Die Stromversorgung des Endgeräts beträgt in normalen Fällen 230VAC.
  • Ansprechpartner

    Für technische Fragen, z.B. Störungsbeseitigungen oder Änderungen von Einstellungen in der Hardware, kontaktieren Sie bitte die Technik der NMMN.

    Das technische Team der NMMN erreichen Sie unter der
    Rufnummer: +49 40 284118-700
    E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! 

    Für alle weiteren Fragen stehen Ihnen als Ansprechpartner Mitarbeiter der NMMN unter folgenden Kontaktdaten zur Verfügung:
    Rufnummer: +49 40 284118-0
    E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


3. Netzwerk der NMMN

Das Netzwerk der NMMN ist auf Hochverfügbarkeit ausgelegt. NMMN als Multi Backbone Provider betreibt Colocationflächen mit eigener Infrastruktur in unterschiedlichen Rechenzentren in Hamburg. In diesen professionellen Rechenzentren wird jeweils mindestens ein dedizierter Uplink unterhalten. Die Infrastruktur der Rechenzentren ist durch redundante Crosslinks verbunden. Ein dynamisches Routing via BGP-Protokoll sorgt bei Störungen einer Anbindung für die weitere Erreichbarkeit der Dienste. Soweit wie möglich, werden Leitungen für die Crosslinks genutzt, die in unterschiedlichen Leitungstrassen, eine sog. Zweiwegeführung, verlaufen.

Diese Infrastruktur ermöglicht ganzheitliche Lösungen, die sich äußerst flexibel an die Kundenbedürfnisse anpassen lassen.

 

4. Verfügbarkeit

Die Verfügbarkeit bei SDSL beträgt 98,5% im Jahresmittel. Wartungsfenster und Reaktionszeiten werden im Service Level Agreement, SLA, geregelt.

5. Sicherheit

  • Allgemein
    Verschiedene Übertragungstechniken unterliegen unterschiedlichen Sicherheitsniveaus. Die Nutzung einer SDSL-Technik, basierend auf dem Prinzip von Kupferdoppeladern, bildet einen niedrigen Level beim Thema der Sicherheitsanforderungen ab. Die Nutzung von Lichtwellenleiter, LWL, sind dagegen im oberen Segment von sicheren Verbindungstechniken anzusiedeln. Die NMMN kann für LWL höhere Verfügbarkeiten als 98,5% p.a. garantieren.
  • Firewall
    Auf Wunsch kann dem Kunden gegen Berechnung eine dedizierte Firewall für die Nutzung seiner Standleitung installiert werden. Die Einrichtung erfolgt nach den Erfordernissen des Kunden. Auch hier gelten die Punkte dieser Leistungsbeschreibung für die Firewall als Endgerät entsprechend.
  • Monitoring
    Das technische Team der NMMN überwacht die genutzten Standleitungen über die Endgeräte 24/7.
  • Zugang Rechenzentrum
    -
  • Management, Managed Services
    Ein zusätzliches Management für den Dienst einer Standleitung wird nicht benötigt. Eventuell angepasste Meldungen für den Kunden des Monitorings der NMMN erfolgt nach Absprache.
  • Ausbildung und Kompetenz der Mitarbeiter
    Die einzelnen Mitarbeiter der betreffenden Abteilungen werden zu Weiterbildungsmaßnahmen entsendet. Hierzu gehören natürlich die maßgeblichen Zertifikate für die Mitglieder bei Genossenschaften und Vereinen wie z.B.

    - RIPE, zentrale Vergabestelle von IP-Adressen/IP-Netzen in Europa
    - eco, Verband der deutschen Internetwirtschaft
    - DENIC, Anmeldung und Verwaltung von DE-Domains
    - DE-CIXII oder DE-CIX Hamburg, zweitgrößter Internetknotenpunkt Deutschlands in Hamburg

    sowie

    - ITIL-Schulungen für Mitarbeiter,
    - Weiterbildungen des Datenschutzbeauftragten der NMMN und 
    - sonstigen Weiterbildungsmaßnahmen.

6. Datenschutz


Wir verweisen bei der Verarbeitung von Daten auf das Bundesdatenschutzgesetz, BDSG, und unserer Stellungnahme zum Datenschutz auf unserer Webseite, http://www.nmmn.com/datenschutz.html
Kontakt zum Datenschutzbeauftragten, kurz DSB, erhalten Sie unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

7. NMMN Bemerkungen


Die weitere Nutzung der Dienste durch Dritte ist untersagt.

8. Weiterführende Fragen und Informationen

Da die Preise standortabhängig sind, bitten wir um Ihre Anfrage unter Angabe der Telefonnummer und Anschrift zur Prüfung der Verfügbarkeit und Preiskalkulation, zum Kontaktformular.

Die mit Symmetrical Digital Subscriber Line (SDSL) bezeichnete Technik für die hochbitratige leitungsgebundene Datenübertragung im TeilnehmerAnschlussbereich von Telefon-Netzbetreibern ist eine Weiterentwicklung der HDSL-Technik. Der Unterschied besteht in der fortgeschrittenen Modulationstechnik von SDSL. Bisher wird vorwiegend eine SDSL-Variante eingesetzt, die eine Kupfer-Doppelader nutzt und bei einer Bitrate von 2,3 Mbit/s eine Reichweite von etwa 2,4 km bietet. 

Die Bezeichnung "symmetrisch" bezieht sich auf die Richtungsabhängigkeit der Datenrate: Im Gegensatz zu ADSL unterstützt SDSL nur Betriebsarten, die in beide Richtungen mit derselben Datenrate arbeiten. ADSL arbeitet dagegen mit "asymmetrischen", das heißt richtungs-unterschiedlichen Datenraten zwischen Nutzer und Access-Point. 

SDSL unterstützt allerdings nicht die Splitter-Technologie, die ADSL nutzt. Bei ADSL können POTS- und ISDN-Dienst über eine Frequenzweiche (den Splitter) ausgekoppelt werden, da ADSL nur im Frequenzbereich über den POTS und ISDN Diensten angesiedelt ist. Im Gegensatz dazu benötigt SDSL den gesamten Frequenzbereich. Daher kann bei SDSL auf derselben Doppelader kein weiterer Dienst übertragen werden.

DSL Grundprinzip 
Der grundlegende strukturelle Unterschied zwischen DSL- und herkömmlichen Datenverbindungen über POTS oder ISDN besteht darin, dass die eigentliche DSL-Verbindung nicht zwischen zwei Teilnehmern (Endpunkten), sondern nur auf der letzten Meile zwischen Teilnehmer und Vermittlungsstelle aufgebaut wird. Vom DSL-Modem des Kunden kommend wird das analoge DSL-Signal in der Vermittlungsstelle in einem DSL-Multiplexer (DSLAM) demoduliert, digitalisiert und über einen breitbandigen Backbone von der Vermittlungsstelle über einen Konzentrator (DSL-AC, BB-PoP) zum Provider übertragen. Durch die im Vergleich zu einem Kanal im Telefonnetz sehr hohe Übertragungskapazität der Backbone-Anbindung kann die Übertragungskapazität der TeilnehmerAnschlussleitung (TAL) besser ausgenutzt werden als bei analoger oder ISDN-Datenübertragung. Dies geschieht durch verbesserte Modulationsverfahren und die Nutzung einer größeren Bandbreite, vgl. unten.

 DSL Verbindung (vereinfacht):

Kunde Vermittlungsstelle Provider
TAL
DSL-Modem ----------------------- DSLAM --------------- ATM Router

Während ISDN in erster Linie für die Telefonie mit zwei Amtsleitungen genutzt wird, ist ADSL die erste Technologie, die Netzbetreiber für den schnellen Internet-Zugang von Privatkunden installiert haben. SDSL ist für beide Bereiche geeignet und kommt hauptsächlich für Geschäftskunden zum Einsatz. ISDN hat somit im Privatkundenbereich einen Konkurrenten durch DSL erhalten. Die Tendenz geht dahin, mehrere Dienste über eine einzige Doppelader übertragen zu können - idealerweise das Triple Play aus Telefonie (siehe DSL-Telefonie), Internet-Zugang und Video (siehe auch Line-Sharing).

In den 1990er-Jahren wurden eine Reihe weiterer DSL-Verfahren entwickelt. ADSL war, nach HDSL, das erste dieser neu zur Verfügung stehenden Verfahren. Als der Internet-Verkehr so hohe Wachstumsraten aufzuweisen begann, dass der Ausbau der Netze kaum mehr mit dem wachsenden Bedarf an Bandbreite Schritt halten konnte, sollten nicht nur die Backbones ausgebaut werden, sondern auch den Benutzern höhere Geschwindigkeiten geboten werden. Das inzwischen verfügbare ADSL wurde als Technik für den Hochgeschwindigkeitszugang zum Internet ausgewählt und weltweit von vielen Netzbetreibern im Telefonnetz zugelassen.

In Deutschland wurde die Bezeichnung zunächst als Synonym für einen breitbandigen Internetzugang über ADSL bekannt, so dass inzwischen auch andere breitbandige Internetzugänge (zum Beispiel über Satellit) als »DSL« vermarktet werden. Die DSL-Techniken wurden jedoch auch für andere Anwendungen als den Internetzugang konzipiert. Ursprünglich verwendet für Standleitungen, die keine hohe Stückzahl haben, waren Internetzugänge die erste Massenanwendung. Besonders Video-Anwendungen sollen künftig über fortgeschrittene DSL-Techniken mit hoher Bitrate neue Märkte erschließen. 

Sie haben noch Fragen oder benötigen weitere Informationen? Gerne erwarten wir Ihre Anfrage, zum Kontaktformular. 

Gerne erwarten wir Ihre Anfrage unter
Tel. +49 40 284118-0 oder
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Ihr NMMN-Team

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